Polygenic Scores
PGS Catalog
Die meisten häufigen Krankheiten hängen nicht an einer Variante, sondern an tausenden mit je winzigem Effekt. Ein polygener Score summiert diese gewichtet zu einer Kennzahl. Genome berechnet Scores anhand veröffentlichter Modelle aus dem PGS Catalog.
Wie ein Score entsteht
Aus einer genomweiten Assoziationsstudie stammen Effektgrößen pro Variante. Der Score multipliziert für jede Variante den Genotyp mit ihrem Gewicht und summiert alles auf. Der PGS Catalog stellt diese Gewichtslisten standardisiert und zitierbar bereit, sodass eine Berechnung reproduzierbar bleibt.
Vorsicht bei der Deutung
Ein hoher Score bedeutet erhöhtes durchschnittliches Risiko in der Referenzpopulation, nicht Gewissheit. Auf Populationen, die in den Ursprungsstudien unterrepräsentiert waren, sind Scores oft schlechter kalibriert. Genome behandelt PGS als Forschungsgröße, nicht als klinischen Test.
Was Genome misst. Den gewichteten Summenscore eines Merkmals über alle abgedeckten Marker, mit Angabe der Markerabdeckung und der verwendeten PGS-Katalog-ID samt Zitat.
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Quellen
- 1Lambert et al., 2021 The Polygenic Score Catalog as an open database for reproducibility and systematic evaluation. Nature Genetics 53:420–425. doi.org/10.1038/s41588-021-00783-5
- 2Torkamani, Wineinger & Topol, 2018 The personal and clinical utility of polygenic risk scores. Nature Reviews Genetics 19:581–590. doi.org/10.1038/s41576-018-0018-x
- 3Choi, Mak & O'Reilly, 2020 Tutorial: a guide to performing polygenic risk score analyses. Nature Protocols 15:2759–2772. doi.org/10.1038/s41596-020-0353-1