Lupus (SLE)
HLA-DRB1*03:01 · C4-Null
Der systemische Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, die viele Organe betreffen kann. In der HLA-Region wirken zwei Schichten zusammen: Klasse-II-Typen wie DRB1*03:01 und DRB1*15:01 erhöhen das Risiko, und Defekte der Komplementkomponente C4 in der Klasse-III-Region schwächen die Beseitigung von Zelltrümmern.
Zwei Schichten in der MHC-Region
Die Klasse-II-Typen beeinflussen die Präsentation autoreaktiver Peptide. In der Klasse-III-Region liegen die C4-Gene des Komplementsystems, deren Kopienzahl variiert; fehlt C4, werden anfallende Zelltrümmer schlechter beseitigt und können Autoantikörper auslösen. So tragen verschiedene Teile derselben Region auf unterschiedliche Weise bei.
Einordnung
Die einzelnen HLA-Beiträge sind moderat und nur ein Teil eines stark polygenen Risikos. Die Diagnose stützt sich auf Klinik und Autoantikörper. Genome zeigt die HLA-Typen und den Klasse-III-Kontext als technische Evidenz.
Was Genome misst. Vorliegen von Risiko-Klasse-II-Typen (DRB1*03:01, DRB1*15:01) sowie Hinweise auf C4-Null-Allele bzw. niedrige C4-Kopienzahl in der MHC-Klasse-III-Region.
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Quellen
- 1Deng & Tsao, 2010 Genetic susceptibility to systemic lupus erythematosus in the genomic era. Nature Reviews Rheumatology 6:683–692. doi.org/10.1038/nrrheum.2010.176
- 2Goulielmos et al., 2018 The genetics and molecular pathogenesis of systemic lupus erythematosus in populations of different ancestry. Gene 668:59–72. doi.org/10.1016/j.gene.2018.04.038