Rheumatoide Arthritis
HLA-DRB1 Shared Epitope
Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung. Mehrere HLA-DRB1-Allele teilen eine kurze, ähnliche Aminosäuresequenz in der Bindungsfurche, das Shared Epitope. Es ist vor allem mit der Antikörper-positiven Form der Erkrankung verbunden.
Was das Shared Epitope ist
Mehrere DRB1-Allele tragen an einer entscheidenden Stelle der Bindungsfurche eine ähnliche kurze Sequenz. Diese begünstigt die Präsentation bestimmter, oft citrullinierter Peptide, gegen die sich die typischen ACPA-Antikörper richten. So verbindet ein gemeinsames Strukturmerkmal verschiedene Allele mit demselben Risiko.
Einordnung
Das Shared Epitope erhöht das Risiko, ist aber weder notwendig noch hinreichend. Umweltfaktoren wie Rauchen und weitere Gene wirken mit. Genome zeigt die DRB1-Typisierung; die Bewertung gehört in den klinischen Zusammenhang.
Was Genome misst. Ob HLA-DRB1-Allele mit dem Shared-Epitope-Motiv (etwa DRB1*04:01, *04:04, *01:01) in der Typisierung vorliegen, als Risikokontext.
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Quellen
- 1Gregersen et al., 1987 The shared epitope hypothesis. An approach to understanding the molecular genetics of susceptibility to rheumatoid arthritis. Arthritis & Rheumatism 30:1205–1213. doi.org/10.1002/art.1780301102
- 2Raychaudhuri et al., 2012 Five amino acids in three HLA proteins explain most of the association between MHC and seropositive rheumatoid arthritis. Nature Genetics 44:291–296. doi.org/10.1038/ng.1076