Grundlagen

Vom Gen zum Protein

Bei proteincodierenden Genen wird DNA zunächst in RNA umgeschrieben. Das Ribosom liest die Boten-RNA anschließend in Codons und verknüpft passende Aminosäuren zu einem Protein. Viele Gene liefern dagegen funktionelle RNAs, die nicht in Proteine übersetzt werden.

Kernpunkte

  • Transkription kopiert ein Gen im Zellkern in eine Boten-RNA.
  • Ein Codon besteht aus drei Basen; manche Codons markieren das Ende der Translation.
  • Proteine und funktionelle RNAs übernehmen viele unterschiedliche Aufgaben in der Zelle.
ZENTRALES DOGMA · DNA → RNA → PROTEINTranskriptionTranslationDNABoten-RNAProteinATGCCTTACGGAzwei SträngeAUGCCUT wird zu UMetPro…AUGCCUDrei Basen sind ein Codon, und jedes Codon bestimmt die nächste Aminosäure.

Transkription

Soll ein Gen genutzt werden, wird sein Abschnitt in eine Boten-RNA umgeschrieben, eine bewegliche Arbeitskopie. Die DNA selbst bleibt sicher im Zellkern, nur die Kopie wandert hinaus. So lässt sich dasselbe Gen beliebig oft ablesen, ohne die Vorlage zu verbrauchen. Wie oft das geschieht, regelt unter anderem der Promotor.

Translation

Im Zellplasma fädelt sich die Boten-RNA durch das Ribosom. Dieses liest sie in Dreierschritten: Jedes Codon aus drei Basen bestimmt die nächste Aminosäure, die an die wachsende Kette angehängt wird. Ist die Kette fertig, faltet sie sich zur dreidimensionalen Form des Proteins. Erst diese Form gibt dem Protein seine Funktion.

Warum das für die Auswertung zählt

Das zentrale Dogma, 1970 von Francis Crick so benannt, erklärt, warum ein einzelner Buchstabenwechsel viel oder wenig bewirken kann. Trifft er ein Codon so, dass eine andere Aminosäure eingebaut wird, ändert sich womöglich das Protein. Trifft er eine stille Position, bleibt alles gleich. Genome zeigt den Buchstaben, die Einordnung dieser Wirkung liefert der jeweilige Artikel.

Was Genome misst. Eine Variante kann auf jeder Stufe wirken: in der DNA, beim Spleißen der RNA oder im fertigen Protein. Deshalb erklärt Genome bei jedem Gen, was sein Produkt eigentlich tut.

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Quellen

  1. 1Crick, 1970 Central dogma of molecular biology. Nature 227:561-563. doi.org/10.1038/227561a0
  2. 2Brenner, Jacob & Meselson, 1961 An unstable intermediate carrying information from genes to ribosomes for protein synthesis. Nature 190:576-581. doi.org/10.1038/190576a0