VDR (Vitamin-D-Rezeptor)
FokI · BsmI · ApaI · TaqI
VDR kodiert den Rezeptor, über den die aktive Form von Vitamin D ihre Wirkung in der Zelle entfaltet. Mehrere häufige Varianten verändern Rezeptormenge oder mRNA-Stabilität leicht. Assoziationen mit Knochen, Immunsystem und Autoimmunität sind beschrieben, meist aber schwach und uneinheitlich.
Kernpunkte
- FokI (rs2228570) verändert die Proteinlänge: das kürzere F-Protein ist transkriptionell etwas aktiver als das längere f-Protein.
- BsmI, ApaI und TaqI liegen am 3′-Ende, sind eng gekoppelt und beeinflussen vor allem die mRNA-Stabilität.
- Einzelassoziationen (Knochendichte, Multiple Sklerose, Typ-1-Diabetes) sind inkonsistent und populationsabhängig.
Die vier klassischen Marker
FokI liegt im Startbereich und entscheidet, ob die Translation am ersten oder einem etwas späteren Startcodon beginnt; daraus folgen die Proteinvarianten F (kurz, aktiver) und f (lang). BsmI, ApaI und TaqI liegen im 3′-Bereich, verändern die Aminosäuresequenz nicht direkt (TaqI ist synonym), bilden aber gekoppelte Haplotypen, die die Stabilität der mRNA beeinflussen können.
Was es im Vitamin-D-Kontext bedeutet
Einordnung
Trotz hunderter Studien bleiben die VDR-Assoziationen schwach und je nach Population unterschiedlich. Einzelne Genotypen sollten nicht überinterpretiert werden. Genome zeigt die Marker als technische Evidenz.
Was Genome misst. Die Genotypen an den VDR-Markern rs2228570 (FokI), rs1544410 (BsmI), rs7975232 (ApaI) und rs731236 (TaqI).
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Quellen
- 1Uitterlinden et al., 2004 Genetics and biology of vitamin D receptor polymorphisms. Gene 338:143-156. doi.org/10.1016/j.gene.2004.05.014
- 2Valdivielso & Fernandez, 2006 Vitamin D receptor polymorphisms and diseases. Clinica Chimica Acta 371:1-12. doi.org/10.1016/j.cca.2006.02.016